DPI und Pixel
Wie speichern Sie Ihre Digitalfotos ab? Mit 300 DPI, oder etwa nicht? Dieser Artikel zeigt warum Sie sich das meistens sparen können und erläutert wann diese Angabe doch relevant ist.
Der Begriff Pixel ist ein Kunstwort und kommt aus der Verbindung der englischen Worte „pictures“ und „elements“. Es bezeichnet die kleinste Einheit einer digitalen Rastergrafik (=Foto) bzw. deren Darstellung auf einem Bildschirm. DPI oder „dots per inch“ bezeichnen die Auflösung von Bildinformationen und werden immer dann verwendet wenn wir Bilder drucken wollen. Um Verwechslungen vorzubeugen sprechen wir bei Druckern und Scanner von DPI, bei Monitoren jedoch von PPI, also „pixel per inch“.
Der 72-DPI-Mythos
Oft werden Bilder, die ausschließlich auf Bildschirmen betrachtet werden sollen bzw. für eine Webseite gedacht sind „mit 72 DPI“ abgespeichert. Woher kommt dieser Wert? In den 80er Jahren arbeitete die DTP-Branche fast ausschließlich mit Apple-Produkten und das Betriebssystem Mac OS lieferte für alle verwendeten Monitore die einheitliche Auflösung von eben diesen 72 PPI. Mittlerweile verfügen die meisten Bildschirme über höhere Auflösungen. Nehmen wir als Beispiel einen Monitor mit einer Breite von 20,5". Wir können auf dieser Breite 1920 Pixel darstellen. Folglich hat dieser Monitor eine Auflösung von etwa 94 PPI.
Die Bildschirmdarstellung
Sollen wir also Bilder mit mehr DPI abspeichern? Nein. Will man Bilder nicht drucken, haben weder DPI noch PPI eine Bedeutung. Ausschließlich die Bildmaße, also die Pixel interessieren uns. Angenommen ein herkömmliches Digitalfoto besitzt die Maße 2048 x 1536 Pixel. Auf einem 24"-Monitor wäre es ohne Skalierung größer als es der Bildschirm darstellen kann. Für eine Webseite also viel zu groß. Wenn wir Bilder nur zum Betrachten auf einer Webseite abspeichern, dann sind Größen von 800 x 600 Pixel meistens ausreichend.

Auf unterschiedlich großen Monitoren mit derselben Anzahl an darstellbaren Pixeln wird unser 800 x 600 Pixel großes Bild jeweils in einer anderen Größe dargestellt. Dies liegt an der Tatsache, daß ein Pixel keine absolute Größe wie etwa „inch“ oder „cm“ ist. Die tatsächliche Größe eines Pixels variiert zwischen einem Fünftel und einem Drittel Millimeter.
Die Druckauflösung
Wollen wir diese Bilder jedoch drucken, dann brauchen wir sie natürlich im Originalformat. Wie groß kann man ein Bild mit einer Größe von 2048 x 1536 Pixel drucken? Dazu nehmen wir eine gängige Auflösung für den Druck und speichern unser Bild mit 300 DPI ab. Diese Information wird direkt in der Bilddatei gespeichert, wirkt sich aber nur im Druck aus. Wir erhalten einen Ausdruck mit den Bildmaßen von ca. 17 x 13 cm.
Diese Vergrößerung eines Ausdrucks mit einem Vierfarb-Tintenstrahldrucker zeigt die einzelnen Farbspritzer mit einem Durchmesser von etwa 0,2 mm. Warum wir eine relativ hohe Auflösung für den Druck benötigen: Die Farbe eines Bildpixels wird aus mehreren Druckpunkten unterschiedlicher Farbe aufgebaut. Je feiner das Druckraster bzw. die Druckauflösung desto besser vermischen sich die Farben für das menschliche Auge. Desto eher werden aber auch die charakteristischen „Pixel-Treppen“ sichtbar wenn die Auflösung des Bildes zu gering gewählt wurde. Am häufigsten passiert dies wenn ein aus dem Web heruntergeladenes Bild in ein Layout eingebettet und dann gedruckt wird.
Zusammenfassung und Fazit
Für Bildschirmdarstellungen sind nur die Bildmaße in Pixel gemessen relevant. Jeder Monitor bzw. jedes Display hat eine andere, gerätespezifische Auflösung. Je höher die Auflösung eines Bildschirms, desto kleiner wird ein Bild bei gleichem Maßstab dargestellt. Die Maßangabe DPI ist nur für den Druck bestimmt. Für einen A4 großen Ausdruck in sehr guter Qualität benötigt man eine Bildgröße von mindestens 3508 x 2480 Pixel.
Inhalt
Der 72-DPI-Mythos
Die Bildschirmdarstellung
Die Druckauflösung
Zusammenfassung und Fazit
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